Das starke Netzwerk in Offenbach.
Mentoring – Events – Magazin

Gründerstadt Offenbach (GO)

In 2003 haben die Stadt Offenbach und KIZ im Rahmen eines EU-geförderten Projektes gemeinsam die Strategie „Gründerstadt Offenbach“ entwickelt. Ziel war es, die Gründungsaktivitäten in der Stadt zu erhöhen. Gleich zu Beginn des Projektes wurde das „Netzwerk Gründerstadt Offenbach“ ins Leben gerufen, in dem die relevanten Partner der Gründungsförderung in Offenbach zusammenarbeiten. Das Netzwerk arbeitet bis heute eng zusammen. 

Ziel der genannten neuen Maßnahmen ist es, den Gründungsmotor in Offenbach anzuschieben und nachhaltige Gründungen zu unterstützen. Es ist besonders wichtig, viele sichtbare Angebote zu platzieren (z. B. Events), wo sich die Offenbacher Szene treffen, austauschen und gemeinsam wachsen kann.  

Es gibt verschiedene Bausteine, die Gründer:innen über die Aktivitäten informieren und vernetzten. Dazu zählen:  

  • GO Events, die 5x pro Jahr zu verschiedenen Themen und an verschiedenen Orten stattfinden 
  • GO Magazin, erscheint 2x pro Jahr 
  • GO Homepage und GO Social Media Kanäle (LinkedIn, Facebook und Instagram) 
  • Mentoringprogramm 

Standorte:
Stadt Offenbach

GO Homepage: 
www.offenbach.de/unternehmen/gruenderstadt-offenbach/


GO Social Media Kanäle:
https://www.linkedin.com/GruenderstadtOffenbach
https://www.facebook.com/GruenderstadtOffenbach
https://www.instagram.com/gruenderstadtoffenbach/ 

Ihr Kontakt

Elisabeth Neumann
Projektmanagement

Telefon: (01590) 16 65 116

E-Mail:
elisabethneumann(at)kiz.de


Ana Kammer

Telefon: (0176) 36 39 33 88

E-Mail: anakammer(at)kiz.de


Die Initiative „Gründerstadt Offenbach“ entstand 2002 durch die Zusammenarbeit von KIZ SINNOVA gGmbH, der Agentur für Arbeit Offenbach (damals noch „Arbeitsamt“) und der Arbeitsförderung der Stadt Offenbach. Gemeinsam beantragten sie beim Land Hessen Fördermittel in Höhe von rund 100 TEuro, um in der Stadt den „Gründergeist“ (so das politische Fachwort) zu stärken. Der Antrag wurde von der IHK Offenbach, der HfG Hochschule für Gestaltung, den Wirtschaftsjunioren begleitet und unterstützt, die später auch Partner in der Initiative wurden. Aus diesem starken Netzwerk entstanden viele Projekte, die wichtige Impulse in der Stadt gaben. 

 

Zu Beginn fokussierten sich die Aktivitäten auf klassische Beratungs-, Trainings- und Vernetzungsangebote, wie Sprechtage, Infoabende, Fachseminare oder auch Unternehmerabende. Nach einiger Zeit der Zusammenarbeit trauten sich die Partner aber auch größere gemeinsame Projekte zu. Hieraus entstand dann auch in 2006 der „Leuchtturm“ der Initiative: der „Gründercampus ostpol°“. Das Gründer- und Kreativzentrum in Offenbach wurde möglich, nachdem in 2005 die Wirtschaftsförderung der Stadt und die GBO Baugesellschaft Offenbach in die Initiative eingestiegen waren. Heute noch ist der ostpol° der zentrale Anziehungspunkt, wenn es um Existenzgründung in Offenbach geht. Als weiteres Glanzlicht ist der „Offenbacher Gründerkompass“ zu nennen, in dem alle Ansprechpartner in der Stadt und deren Angebote rund um das Thema Existenzgründung aufgeführt sind. Ebenso erscheint seit nun mehr fast 20 Jahren regelmäßig (2 x pro Jahr) das „GO-Magazin“ in dem Gründungsstories erzählt, Veranstaltungen vorgestellt und die Themen rund um Gründung und Selbstständigkeit behandelt werden. 

 

Sehr erfolgreich war auch das Mikrokreditprogramm „ostpolkredit°“ für Offenbacher Selbstständige, dass aus der Gründerstadtinitiative hervorging. Mit ihm wurden von 2008 bis 2014 insgesamt 52 Offenbacher Kleinunternehmen finanziert. Das Kapital wurde von der Stadt Offenbach, der Sparkasse Offenbach und KIZ bereitgestellt. Außerdem konnte KIZ über ein Programm des Bundesminsiteriums für Arbeit noch einmal das Fünffache des Offenbacher Kapitals beschaffen. Insgesamt wurden Kredite von 334.000 Euro vergeben. Die Rückzahlungsquote betrug dabei hervorragende 97,6%.

 

Aktuell sind die Top-Angebote der Initiative das GO Mentoringprogramm und die themenbezogenen, beliebten GO-Events. Das GO Mentoring bringt erfolgreiche Mentor*innen aus Wirtschaft und Verwaltung mit Gründerinnen und Gründern zusammen. Mehrere Monate Begleitung, Einbettung in ein lebendiges Netzwerk macht das Programm zu einem wichtigen Baustein der Initiative. Für Gründer*innen und Mentor*innen, die in Ihrer Stadt etwas bewegen wollen, bietet es eine Möglichkeit, sich miteinander zu verbinden und gemeinsam einen Mehrwert zu stiften.

Über das Jahr verteilt veranstaltet die Gründerstadt Offenbach mehrere GO Netzwerkevents, bei denen sich das bestehende Netzwerk und interessierte Newcomer in OF treffen, in ein besonderes Schwerpunktthema sich vertiefen und intensiv austauschen.

 

Erwähnt sei noch, dass die Gründerstadt Offenbach nicht nur in Offenbach direkt gewirkt hat. Sie hat zahlreiche Nachahmer auf Bundesebene und auch in Europa gefunden. Die Verbreitung des Ansatzes in Großbritannien, den Niederlanden und Italien wurde durch „Art. 6“ Mittel des ESF (Europäischen Sozial Fonds) im Rahmen des Projektes „Cities of Entrepreneurs“ finanziert und das derzeit laufende Mentorenprogramm wurde durch ein INTERREG Projekt nach Griechenland, Spanien, Schweden und Italien getragen und mit den Partnern gemeinsam optimiert.

 

Dass die städtische Strategie und damit die Initiative „Gründerstadt Offenbach“ ein voller Erfolg war und ist, zeigt sich auch am „NUI-Regionenranking“ des IfM Institut für Mittelstandsforschung Bonn. Der „NUI-Indikator“ setzt die Gründungstätigkeit einer kreisfreien Stadt/eines Landkreises in Bezug zur Einwohnerzahl. Er misst damit die Gründungsaktivitäten in einer Region. Von 2007 bis 2018 führte die Stadt Offenbach dieses Ranking an und war damit bundesweit die „Gründerstadt Nr. 1 in Deutschland“.

 

Die Stadt bedankt sich bei allen Partnern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, allen voran bei KIZ, die seit über 20 Jahren dieses Projekt erfolgreich managen, der IHK Offenbach, der Handwerkskammer RheinMain/Kreishandwerkerschaft, der HfG Hochschule für Gestaltung, der GBO Baugesellschaft Offenbach, der Agentur für Arbeit, den Wirtschaftspaten, den Wirtschaftsjunioren und der MainArbeit.