Hilfreiche Tipps und Links für Selbstständige

Neues Förderprodukt „Hessen-Mikroliquidität“ ab 03.04.2020

Die WI-Bank Hessen bietet Krisenhilfe für natürliche Personen (Einzel- und Kleinunternehmen) und für Angehörige der freien Berufe bis zu einer Unternehmensgröße von max. 50 Vollzeitmitarbeitern. Die Höhe des Darlehens darf dabei den krisenbedingten zusätzlichen Liquiditätsbedarf von 6 Monaten nach Eintritt der Corona-Krise (13. März 2020) nicht übersteigen. Finanziert werden Betriebsmittel für die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Tätigkeit bzw. die Überbrückung des Zeitraums bis zur Wiederaufnahme.

  • Darlehensbetrag zwischen 3.000 Euro und 35.000 Euro.
  • Fester Sollzinssatz 0,75 % p.a.
  • 7 Jahre Laufzeit mit 2 tilgungsfreien Anlaufjahren.
  • Jederzeitige vollständige Rückzahlung möglich.
  • Keine banküblichen Sicherheiten. Es ist kein notarielles Schuldversprechen abzugeben.
  • Förderprogramm befristet bis 31.12.2020.

Weitere Infos und Antrag: www.wibank.de/wibank/corona

AB 26.03.20 LIQUIDITÄTSHILFE (KREDIT) IN HESSEN

Liquiditätshilfe für Selbständige (auch Freiberufler) und Unternehmen bis zu 250 Mitarbeiter/innen wird vom Land Hessen in Kooperation mit der WIBank zur Verfügung gestellt. Es können Darlehen zwischen 5.000 und 200.000 Euro beantragt werden. Aufstockung durch die Hausbank um mindestens 20%. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Zudem wird auf zusätzliche Risikoabsicherung durch die Hausbank verzichtet. Anträge erfolgen über die "Hausbanken". Mehr Informationen: https://www.wibank.de/wibank/liquiditaetshilfe/liquiditaetshilfe-fuer-kleine-und-mittlere-unternehmen-in-hessen-521692

FÖRDERKREDITE UND BÜRGERSCHAFTEN

"KfW Corona-Hilfe - Förderkredite für Unternehmen"
Unternehmen, die unverschuldet in eine Krise geraten sind oder bei denen diese Krise absehbar eintrifft, werden durch die KfW mit dem Sonderkreditprogramm 2020 unterstützt. Über Banken und Sparkassen können die Mittel für Investitionen und Liquidität, Warenlager/Betriebsmittel beantragt werden. Die Zinskonditionen für kleine /mittelständische Unternehmen (KMU) liegen bei 1 % bis 1,46 %. Wichtig: Gefördert werden Unternehmen, die vor dem Stichtag 31.12.2019 gesund waren, d.h. keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten hatten. Bei KMU, die über 3 Jahre am Markt sind, übernimmt die KfW eine Haftungsfreistellung von 90 %. Die Banken werden für die restlichen 10 % Sicherheiten erwarten, die darüber hinaus gehen können. Unternehmen, die weniger als 3 Jahre am Markt aktiv sind bzw. keine 2 Jahresabschlüsse vorweisen können, haben keinen Zugang zu dem Programm.

Unter https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html erhalten Sie weitere Informationen. Weiterhin hat die KfW Bankengruppe eine Hotline eingerichtet: Montag bis Freitag 18 Uhr unter 0800 539 9000.

Kapital für Kleinunternehmen (KfK)
Kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitenden und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50% aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig.

  • Keine banküblichen Sicherheiten nötig (Nachrangdarlehen)
  • Kredit von 25.000 Euro bis 150.000 Euro möglich
  • Laufzeit 7 Jahre, endfällig
  • Beantragung über Hausbank
  • Antragsmappe hier: www.wibank.de/kfk

Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW)
KMU mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten.

  • Bis zu 1 Mio. Euro möglich
  • 2, 5, 10 und 20 Jahre Kreditlaufzeit
  • Fester Sollzins
  • Beantragung über Hausbank
  • Mehr Infos hier: www.wibank.de/guw

Bürgschaften
bis 1,25 Mio. Euro mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent. Diese bietet die Bürgschaftsbank Hessen in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen an. Dazu zählen auch Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro, die mit einer Bürgschaftsquote von 60 Prozent besichert und bei Erfüllung aller Kriterien besonders schnell erteilt werden.

  • Beantragung über die Hausbank
  • Weitere Infos und Ihren jeweiligen Ansprechpartner finden Sie hier: www.bb-h.de/kontakt/

Landesbürgschaften
Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften i. d. R. über 1,25 Mio. Euro. In Kooperation mit der Hausbank kann dadurch sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abgesichert werden. Weitere Informationen dazu unter: www.wibank.de/landesbuergschaften

DIREKTE ZUSCHÜSSE BEI TÄTIGKEITSVERBOT ODER INFEKTIONSSCHUTZ
Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird, beziehungsweise abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, jedoch dabei nicht krank ist, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall (§56 IfSG), der in den ersten 6 Wochen nach dem tatsächlichen Verdienstausfall, danach dem üblichen Krankengeld, richtet.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für längstens 6 Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Lohnfortzahlung zu übernehmen.  Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt erstattet, wenn alle unten genannten Voraussetzungen vorliegen.
Selbstständig Tätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt bei dem zuständigen Gesundheitsamt!

SOFORTHILFE
Für Kultur- und Kreativschaffende, die aufgrund des Veranstaltungsverbots seit dem 13.03.2020 Einbußen hatten, gibt es bei der GVL eine Soforthilfe in Höhe von 250,00 EUR für Anspruchsberechtigte. Näheres hierzu unter: https://www.gvl.de/coronahilfe

UNTERNEHMENSBERATUNG IN DER KRISE
Unsere KIZ – Berater sind BAFA zertifiziert. Gerne können Sie sich bei uns melden, um diese Art der Förderung zu besprechen. Weitere Informationen zu diesem Programm: https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html

STEUERLICHE ERLEICHTERUNG
Die Finanzämter der Länder sind seit 13.03.2020 angewiesen, unbürokratisch und vereinfacht zu handeln. Hierzu gehören unter anderem folgende Sofortmaßnahmen: Zinslose Stundung von Steuern, Aussetzung von Steuerforderungen bis Dezember 2020, Herabsetzung der Vorauszahlung von Einkommens- und Körperschaftssteuer. Melden Sie sich bei Ihrem zuständigen Finanzamt via Mail oder Hotline.

SONDERREGELUNGEN FÜR KURZARBEITERGELD
Der Gesetzgeber hat Sonderregelungen für das Kurzarbeitergeld beschlossen. Es sollen folgende Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld verabschiedet werden: Anspruch auf Kurzarbeitergeld soll bestehen, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.