Jugend(t)raum - Übergang Schule-Beruf

Zielgruppe:
Jugendliche (U25) im SGB II Kontext mit Vermittlungshemmnissen (Übergang Schule-Beruf)

Ziel:
Klärung der Vermittlungshemmnisse, Aktivierung für den nächsten sinnvollen Schritt in Richtung Integration und Vermittlung in Ausbildung/Arbeit

Laufzeit: August 2013 - Juli 2016
Projektart: Förderprojekt, § 16 SGB II bis 31.07.2015
Fördermittel: 357.500 Euro
Teilnehmerplätze: 15
Absolventen:
119 (Stand: 31.07.16)
Ort: Heusenstamm

Besonderheit des Ansatzes und der Umsetzung:
Dieses Projekt ist für Jugendliche konzipiert, die derzeit keine konkreten Ziele haben und daher kaum motiviert sind. In einer solchen Lage ist das Aufnehmen einer Ausbildung oder Arbeit quasi unmöglich. Deshalb steht hier die Entwicklung sozialer Kompetenzen und eigener, realistischer Ziele im Vordergrund. Ein wesentlicher Ansatz ist das gemeinsame Kochen. Ein innovativer Aspekt hierbei ist das Prinzip der Freiwilligkeit, das hier konsequent umgesetzt wird. Die Jugendlichen entscheiden selbst, was (mit ihnen) passiert. Das beinhaltet auch, dass "nichts" passieren muss. Im Extremfall sitzen Teilnehmer daher den ganzen Tag an ihrem Platz und tun nichts. Der Effekt: Weil genau das auf die Dauer langweilig ist, bringen sie sich am Ende doch in die Gruppenaktivitäten ein. Dann aber aus eigenem Antrieb heraus. Somit werden Widerstände vermieden, die in herkömmlichen Ansätzen bei dieser Zielgruppe jeden Entwicklungserfolg torpedieren.

Erreichte Teilnehmerstruktur:
- 29% Frauenanteil
- 69% Migrationshintergrund
- 20% ohne Schulabschluss
- 60% Hauptschüler
- 17% Vermittlungshemmnis „Deutsche Sprache“
- 23% auffälliges Sozialverhalten
- 17% "straffällig"
- 20% haben frühere Maßnahmen erfolglos abgebrochen

Ergebnisse:
68% der AbsolventInnen konnten das Maßnahmeziel erreichen: 30% der AbsolventInnen wurden erfolgreich in Arbeit, Ausbildung oder in ein Einstiegsqualifizierungsjahr vermittelt. Weitere 9% holten ihren Schulabschluss nach oder setzten den Schulweg weiterführend fort. Weitere 29% der AbsolventInnen wurden aktiviert für ihre weitere persönliche Entwicklung, z.B. durch Aufnahme eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder Aufsuchen ärztlicher/psychologischer Hilfe oder durch Überleitung in ein anderes Projekt mit spezifischer Ausrichtung.
6% der AbsolventInnen schieden aus anderen Gründen aus dem Leistungsbezug aus. (Stand: 31.07.2016)

Weitere Informationen:
Artikel in der Offenbach Post

Gefördert durch: